Auf dem Rueckweg haben wir noch fuer den Norden Australiens bekannten Kakadus gesehen!
Der Abstieg war echt nicht einach, da die vielen Steine nicht fest waren und die kleinen sich unter den Fuessen wie tausende von Murmeln anfuehlten. Es war offensichtlich, dass ich dieses Mal nicht verschont bleibe. Kein gutes Ohmen...Mit aufgeschuerften Fingern wollte ich aber trotzdem das Fahren uebernehmen und mich damit zum ersten Mal in meinem Leben in den Linksverkehr trauen und das auch noch mit einem meeega Campervan, wo ich doch vorher nur meine kleine rote Knutschkugel gewohnt war. Ich hab meinen Co-piloten um Hilfestellungen und Verstaendnis gebeten, allerdings haben wir beide in unserer Aufgabe versagt und so hab ich anstelle von dem Rueckwaertsgang, den ersten Gang eingelegt und mit Blick durch die Heckscheibe promt nach vorne gegen den Baum gefahren. Das war das erste Mal, wo mir gesagt wurde, dass ich Unglueck bringe. In der Stadt zu fahren erwies sich auch nicht gerade als einfach. Wollte ich in den Kreisel fahren, hab ich zu spaet gemerkt, dass das Monstrum von Auto so einen grossen Bremsweg hat. Mit entsprechender Geschwindgkeit bin ich den Kreisel gefahren. Anstatt den Blinker fuer Ein- und Ausfahren zu betaetigen, hat sich der Scheibenwischer selbststaendig gemacht. Bei all dieser Verwirrung noch vergessen auf den Verkehr von rechts zu achten...irgendwie hab ich es aber doch geschafft in die richtige Richtung zu fahren und den Kreisel zu verlassen. Ueber meine eigene Unfaehigkeit lachend, musste sich der vor Angst versteinernde Brasilianer erst mal von seinem Schock erholen. Ich glaub er war von meinen Fahrkuensten noch nicht so ganz ueberzeugt, aber Uebung macht den Meister und so liess er mich dann noch ein paar hundert Kilometer durchs Outback fahren (vielleicht auch weil er wusste, dass es jetzt nur noch geradeaus geht).
Unser 2. Stop an diesem Tag war Mataranka, das ich schon auf meinem Weg nach Darwin gsehen habe. Allerdings waren wir an einer anderen Quelle, die wirklich 100% Natur pur war, es aber einfach unmoeglich darin zu baden, denn die Pflanzen darin nahmen dem Wasser allen Sauerstoff.
Genug gesehen, jetzt hiess es: fahren, fahren, fahren, denn wir wollten den Sonnenuntergang an den Devil’s Marbels geniessen. Es war so heiss, dass man uberall schwarze Rauchwolken von Buschfeuern sehen konnte. Eines brannte direkt neben der Strasse und als ich das Fenster unterkurbelte, um ein Foto zu machen bruzzelte meine Haut wie vor einem ueberdimensionalen Grill.
Spaeter war es ein Wettfahren mit der Sonne, die relativ schnell untergeht und da halfen auch die 140 km/h nicht, mit der Guilherme ueber den Highway bretterte. Deshalb hab ich dann vom Campervan aus Fotos vom Sonnenuntergang gemacht und bei dem Versuch, das Schiebefenster zu oeffnen, das Fliegengitter in der Hand gehabt. Hab ich spaeter auch noch beichten muessen...
Ganz knapp nach Sonnenuntergang haben wir Devil’s Marbels erreicht. Nichts desto trotz sind wir auf die runden Felsen geklettert, die wie Megaostereier weit verstreut in der Landschaft liegen und haben von dort die letzte Abendroete und den Mondaufgang gesehen.
Nicht weit davon entfernt haben wir auf einem Campingplatz Rast gemacht. An diesem Abend war Guilherme dran, Abendessen fuer uns zu machen. Und ich muss zugeben, er hat sich echt Muehe gegeben: getoastete Hamburger, die ich anschliessend noch mit Salat und Tomaten etwas gesunder gemacht habe.
Noch mit vollem Bauch gings zum Abwasch vom Geschirr raus in die Wildnis unter dem von Sternen uebrfuellten Himmel und umgeben von 1 Million Moskitos. Bei dem Versuch, die Pfanne zu putzen, hatte ich kurz darauf nur noch den Griff in der Hand. Nein nicht die losen Schrauben waren der Grund, sondern mein Unglueck bringendes Wesen, weshalb ich kurze Zeit spaeter, als ich das Handschuhfach oeffnen wollte, auch noch dieses ploetzlich in den Haenden hatte. Naja was solls, ich hab mich mit meinem negativen Pol mittlerweile abgefunden...
Solche Tage im Outback bei 40 Grad Celcius machen muede und so ging es wieder frueh in Bett, da wir uns in ein paar Stunden schon wieder aufmachen wollten, um den Sonnenaufgang bei Devil’s Marbels zu beobachten.
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