Sonntag, 30. September 2012

3. Tag im Kakadu National Park

Morgens, als man aus dem Zelt gekommen ist, war es zunaechst eine angenehme Temperatur seit langem. Ich wurde jedoch schon durch den Guide vorgewarnt, dass sich dies mittags raecht.
Nach den Wasserfaellen wollte ich noch unbedingt zu den beruehmten Art Rocks und mir die Kunst der Aboriginies anschauen, die hier vor bis zu 30.000 Jahren ihr Leben, Religion und Tradition auf den Felswaenden mit natuerlichen Farben festgehalten haben.
Nach einer einstuendigen Fahrt sind wir am Nourlangie Rock angekommen, begleitet von unserem personal guide, der nicht nur meinen gestrigen Tag gerettet hat, sondern auch diesen putzigen Paradiesvogel!


Zuerst nahmen wir einen 2 km langen Rundweg zum Anbangbang Rock Shelter, einer riesigen schattigen Spalte unter einem Felsuebergang. Die dortigen Bilder im Roentgenstil sind vermutlich bis zu 20.000 Jahre alt.





Traditioneller Tanz und Jagd




Den kurzen aber steilen Aufstieg, der sich an den Rundweg anschliesst sollte man nicht scheuen, denn es erwartet einen, einen fantastischen Ausblick ueber den Nationalpark.









Anschliessend wurde ein weiterer Weg zum naechsten Felsen genommen, wo man sehen konnte, was fuer eine Technik die Ureinwohner anwandten und wie es frueher hier aussah.





Mit diesen Farben wurden die Felswaende bemalt


Noch die letzten Felsmalereien bewundert, bevor es zurueck zum Auto ging (mittlerweile kam es einem vor, als ob man sich in einem Dampfbad befindet).








Bevor es weiterging wurde mir noch vom Guide erklaert, dass diese Palmen, je nach Geschlecht, in eine bestimmte Richtung wachsen bzw. sich drehen...verrueckt die Pflanzenwelt...


Auf dem Heimweg gings vorbei an der 3. reichsten Uraniumanlagerstaette der Welt.




Letzter Stop wurde an einer Raststaette gemacht, an der man 2 verschiedene Arten von Krokodilen in einem Kaefig sehen kann. Die Suesswasserkrokodile sind viel kleiner und haben ein schmales Maul im Gegensatz zu den monstroesen Salzwasserkrokodilen, die einer Laenge von 5 m erreichen.


Darf ich vorstellen? Das ist Fred :)


Und sein grosser Bruder Brutus :)





Das ist uebrigens das besagte Auto, mit dem wir alle Touren machten und das uns auch wieder sicher nach Hause brachte :)



Samstag, 29. September 2012

2. Tag im Kakadu National Park

Am zweiten Tag beschlossen wir, zu den 2 bekannten Wasserfaellen im Nationalpark zu fahren. Um zu diesen zu kommen, muss man mit einem 4 WD eine nur in der Trockenzeit befahrbare Huegel-, Sand-, Matschpiste zuruecklegen, die empfindlichen Maegen endlos vorkommt. Nicht nur das, es wurden auch ganze Fluesse durchquert - eine Fahrt mit Spassgarantie!




Schon auf dem Weg dorthin waren wir von den massiven Sandsteinklippen beeindruckt!




Endlich sind wir in der Naehe von dem ersten Wasserfall, den "Twin Falls" angekommen. Um weiter an die "Quelle" zu gelangen, musste wir Tickets fuer eine Bootstour kaufen, was sich aber auf jeden Fall gelohnt hat. Schon vor Abfahrt wurden wir davor gewarnt, besser dort nicht schwimmen zu gehen. Im Gegensatz zu Litchfield, lauern im Kakadu naemlich ueberall Krokodile.










Das Boot setzte uns dann auf halbem Weg ab. Die restliche Strecke musste zu Fuss bewaeltigt werden und das meine ich woertlich! Der Sand fuehlte sich an, wie eine ueberdimensionale Herdplatte auf der man lief, mit den Flip-Flops rutschte man im Matsch aus und die Felsplateaus, ueber die man klettern musste, liessen die Schweissperlen nur so rollen. Kurze Zwischenstops, um die Umgebung zu geniessen, machten das aber wieder alles wet :)






Felsenkletterei...





Und schliesslich am Wasserfall angekommen, wo wir auch endlich unsere Fuesse im Wasser loeschen konnten.











Schliesslich ging es wieder zurueck zum Boot...unsere Fuesse wurden gleich wieder durch diesen Sand zum Kochen gebracht...




Entspannt auf dem Boot sitzend, wollte ich mir dann meine Bilder auf dem Foto anschauen.


Da die erste Speicherkarte waehrend der Tour zu den Twin Falls voll geworden ist, musste ich die neue, leere einsetzen. Doch wo ist die bitte?  Nach 100 Mal Fototasche auf- und zumachen daemmerte mir so langsam, dass ich sie auf dem Weg verloren haben muss. Scheisse, dachte ich mir nur, alle Bilder weg! Der Bootsfahrer bot mir an noch einmal zurueckzufahren. Die Moeglichkeit, die Karte in 3 m tiefen Felsspalten, im Matsch, Sand, Wasser oder sonst wo zu finden schien mir komplett ausgeschlossen. Trotzdem hab ich mir gedacht, ein Versuch ist es wert und Nick ist mit mir freundlicherweise noch mal die ganze Strecke gelaufen, um diese schwarze 3 cm kleine Speicherkarte zu finden. Am Strand wieder angekommen, konnte ich es kaum glauben: sie lag kurz vor dem Wasser im Sand! Gott sei Dank! Waere auch zu schade, wenn ihr in den letzten Beitraege nur Text sehen koenntet...

Gluecklich ging es weiter zu dem naechsten grossen Wasserfall, den "Jim Jim Falls".
Wir dachten schlimmer, wie der Weg zu den Twin Falls, kann diese Strecke gar nicht sein und die 900 angegebenen Meter sind ja auch wohl zu schaffen. Nichts da, die Felsen waren jetzt ganze Felsbloecke und wer nicht gut im Klettern ist, fuer den wird diese Strecke zur Tortur. Die 900 m waren wahrscheinlich Luftlinie, jedenfalls haben wir fuer den Hinweg sehr lange gebraucht.







Nicht nur ueber Felsen bin ich gestiegen


Auch auf diesem Weg wurde man durch tolle Landschaften und Aussichten entschaedigt!






Endlich angekommen!






Nach einem ausgiebigen Bad ohne Krokodile mussten wir leider wieder den Rueckweg begehen. Dabei konnten wir aber sehen, wie die Sonne, die Felsen im Abendrot orange anstrahlt.






Auf der Fahrt zum Campingplatz konnten wir den Sonnenuntergang beobachten und haben den netten Bootsfahrer mitgenommen, weshalb wir keine Campinggebuehren bezahlen mussten.
Eben noch schoenster Sonnenuntergang, abends dann der erste Regen und Gewitter nach 5 Monaten Trockenzeit. Dennoch herrschte im Zelt alias Sauna, tropisches Klima!