Vorab ein wenig Info fuer alle Interessierten (finde es naemlich selbst immer dumm, wo hinzugehen und eigentlich keine Ahnung davon zu haben!): "Gagadju" wurde der Nationalpark von den Aboriginies genannt, die schon vor 40 000 bis 60 000 Jahren hier ihre Spuren, in Form von steinzeitlicher Kultur hinterliessen. Was hat der Park so zu bieten? - Regen- und Eukalyptuswaelder, Sumpflandschaften und Mangroven; 100-200 Meter hohe und wirklich imposante Sandsteinklippen des trockenen Arnherm-Land-Plateaus, die sich 500 km lang quer durch den Park ziehen und stellenweise spektakulaere Wasserfaelle bilden; natuerlich auch alle moeglichen Tiere wie Krokodile, Spinnen, Schlangen, Kraniche, Wasservoegel, Dingos, und und und.
Nach etwa 250 km Fahrt sued-oestlicher Richtung, sind wir endlich angekommen und haben schon mal Zelt und die ganze Campingausruestung aufgebaut, da es relativ frueh und schnell hier dunkel wird. Wurden gleich auch gleich von ganz suessen Mitbewohnern in Empfang genommen :)
| seht ihr das kleine Wallaby im linken Beutel? :) |
Danach hat uns Nick zu einem Angelplatz gefahren, wo man weite Sicht ueber eine Sumpflandschaft hatte. Auf einem Betonweg, der einen Fluss abtrennte, erzaehlte er uns, dass mittags die eine Seite realtiv trocken sei, dass jedoch abends mit der Flut, das Flussbett wieder komplett mit Wasser, Fischen, und Krokodilen gefuellt sein wird.
| Die trockene Haelfte des Flusses |
| Sumpflandschaft |
Nach dieser ersten Inspektion wurden die Angeln ausgepackt, da Nick leidenschaftlich fischen geht und hat uns erst mal in die grosse Kunst des Angelns eingeweiht. Hab mir das eigentlich immer sehr langweilig vorgestellt, aber es hat echt Spass gemacht! Die ersten Versuche waren wirklich peinlich, da sich der Koeder kein Milimeter von der Angel entfernt hat, als man versucht hat, ihn auszuwerfen. Nach geschaetzten 100 Mal Faden enthuddeln und aufwickeln, hat man dann so langsam den Dreh raus gehabt :D
Da es abnormal heiss in der Sonne war und die Barramundis, die man hier angeln kann auch nicht so richtig in Stimmung zum anbeissen waren, haben wir beschlossen abends, wenn die Flut kommt, noch mal herzufahren.
Mit Barbecue gestaerkt, Taschenlampen und Angeln bewaffnet und in langer Kleidung eingehuellt, als Schutz vor den Moskitoschwaermen, sind wir dann noch mal zu dem Fluss zurueckgefahren. Und tatsaelich! Die andere Haelfte war jetzt auch komplett mit Wasser gefuellt. Im Fluss sahen wir Dutzende kleine Lichter - aber nein, dass waren keine Schwimmkerzen, sondern die orange leuchtenden Augen der Krokodile!
Als ich nach einer Weile kurz zum Auto zurueck wollte, musste ich ueber den Damm zuruecklaufen und da es stockfinster war, hat nur das Mondlicht den Weg beleuchtet. Komisch, was macht denn dieser dicke Baumstamm auf einmal da? Das war mein Gedanke, als ich misstrauisch ein paar Meter vorher stehen blieb, da er mir den Weg versperrte. Ein paar Augenblicke hat es gedauert, bis ich realisiert habe, dass das gar kein Baumstamm ist...so Herzklopfen und so schnell kehrt hab ich noch nie in meinem Leben gemacht :D Das Krokodil war mindestens genauso erschrocken wie ich und ist auch blitzschnell zureuck ins Wasser...noch mal Glueck gehabt...
Mit dem Fischen waren wir dann auch erfolgreich und haben 3 Barramundis geangelt. Mit ein bisschen unter 50 cm Laenge hier allerdings illegal, weshalb wir sie wieder ins Wasser entlassen haben. Schade, die haetten sich bestimmt gut auf dem Grill gemacht...
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