Dienstag, 11. September 2012

Roadtrip Cairns - Darwin

Nachdem mein Flug von Sydeny eine halbe Stunde Verspaetung und ich nur 10 Min hatte, um vom einen Ende des Flughafens zum anderen zu rennen, hat doch noch alles geklappt und ich bin am richtigen Ort gelandet.  Erst am naechsten Morgen habe ich Moritz kennen gelernt, der fuer uns eine Mitfahrgelegenheit nach Darwin organisiert hat. Mit 2 Englaenderinnen, Sophie und Shirley und einer Italienerin haben wir dann nach zweistuendigem Umherirren doch noch den Autoverleiher gefunden. Nach einigen "Startschwierigkeiten" (die Handbremse konnte nicht auf Anhieb gefunden werden...) ging es dann viel spaeter, als eigentlich geplant, nach Townsville los. Als es schon dunkel war und man eigentlich nicht mehr wegen den massiven Road Trains (die deutschen LKWs sind lachhaft dagegen) und den Kaengurus und was sonst noch alles ueber die Highways spaziert, haben wir unser erstes Etappenziel erreicht - die ersten 600 km von den insgesamt 3000 km. Um sich diese enorme Distanz vorzustellen: es entspricht der Durchquerung von Europa.
Die erste Nacht im Campervan war wirklich gewoehnungsbeduerftig. Mein Kopf trennten 10 cm vom Dach, d.h. um sich zu drehen war es ausgeschlossen, nicht mit dem Kopf anzustossen und davon wieder hellwach zu sein, und mein Ruecken genoss den Komfort von 3 Holzplatten.
Verlaufen irgendwo im nirgendwo aber um 2 suesse Begleiter reicher
Shirley und Sophie
Campervan wird in Besitz genommen

 
Am zweiten Tag unserer langen Fahrt ging es weiter von Townsville nach Mount Isa (etwa 1000 Km). Den ganzen Tag sind wir nur gefahren, haben aus dem Fenster geschaut, beeindruckt von der Weite Australiens und den Strassen, die endlos weit in den Horizont verliefen. Auch wenn man so lange unterwegs war und das Outback eigentlich nicht viel zu bieten hat, aber es war einfach immer toll in die Landschaft zu schauen und die Veraenderungen der Vegetation mit jeden 100 gefahrenen Kilometern festzustellen. Am Abend haben wir schliesslich die Minenstadt Mount Isa, die auch fuer Rodeo bekannt ist, erreicht.

    
 
 
Von Mount Isa ging es am 3. Tag weiter nach Banka Banka, einem kleinen verlassenen Dorf mitten im Outback. Empfang fuers Handy gab es auf der ganzen Strecke im Uebrigen nur sehr selten und schon gar nicht dort. Deshalb haben wir uns es abends mit ein paar Flaschen "koestlichstem" Aussie-Wein gemuetlich gemacht und den Sternenhimmel bewundert. Noch nie in meinem Leben habe ich sooo viele Sterne und Sternschnuppen gesehen!!! Das war wirklich unbeschreiblich und defintiv eine schoene Seite des Outbacks.

Am 4. Tag ging es frueh morgens weiter nach Katherine. So heiss es tagsueber werden kann, morgens war erst mal bei 12 Grad frieren angesagt, als wir vorher noch schnell was gefruehstueckt haben. Eine heisse Quelle waere zu dem Zeitpunkt genau das richtige gewesen. Leider erreichten wir erst gegen Mittag das kleine Ureinwohnerdorf Mataranka, das bekannt fuer seine Thermalquelle ist. Dort legten wir einen Zwischenstop ein imd liefen durch einen halben Urwald mit Fledermauesen zu der glasklaren Quelle - wirklich sehr entspannend nach so einer langen Fahrt :)



Nach einer weitern Stunde Autofahrt haben wir Katherine erreicht und waren von den 80 $ Campinggebuehren sehr erschrocken. Zu teuer fuer arme Backpacker. Ein mal hatten wir das Glueck, keine Schranke bei der Ausfahrt gehabt zu haben, doch jetzt mussten wir eine andere Methode anwenden. Also versteckten Sophie und ich uns hintem im Bus und mussten nur fuer 3 Personen zahlen - hat auch das naechste Mal einwandfrei geklappt :D

Ausser Sichtweise der Rezeption hab ich die ersten lebendigen Wallabeys gesehen. Alle tausende zuvor haben ihr Schicksal auf der Strasse gefunden, denn die Autos bremsen hier nicht extra fuer sie und schon gar keine Road Trains.

 
 
Mittlerweile konnten wir auch abends noch in Shorts dasitzen. Es war nun deutlich zu spueren, dass wir ein ganez Stueck Richtung Aequator gefahren sind und jetzt immerhin eine halbe Stunde Zeitverschiebung von Cairns aus hatten. Dafuer mussten wir leider auch die Scharen von Moskitos in Kauf nehmen.

Am 5. Tag haben wir schliesslich unser finales Etappenziel erreicht: Darwin! Die mittlerweile tropisch heissen 37 Grad haben und ganz schoen platt gemacht, nichts desto trotz waren wir froh, endlich unser Ziel erreicht zu haben. Vor dem letzten Mal Schlafen im Campervan wurde noch der fantastische Sonnenuntergang genossen :)
 
 

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