Da wir nicht auf fuer uns unerlaubtem Terrain furehstuecken
wollten, sind wir wieder zu unserem Outback-Parkplatz gefahren und haben
Fruehstueck gemacht. Mittlerweile war es schon ganz normal Holz zu sammeln und
ueber einem Lagerfeuer zu kochen. Nicht normal, aber passt irgendwie zum
Outback und hat sogar Spass gemacht. Es gab heissen Kaffee, getoastetes Brot,
Spiegelei, Wuerstchen, Omlette und saftige Orangen. Ein echtes
Deluxe-Wildnis-Backpacker- Fruehstueck.
Vollgefressen ging es dann zum Kings Canyon. Obwohl es
gerade mal 8 Uhr morgens war, hatte es schon 35 Grad Celcius. Dort angekommen,
hatten wir die Moeglichkeit, entweder den 2,2 km kurzen Weg zu laufen, der nur
unten entlang geht, oder den langen 8 Km Weg, der einen steilen Aufstieg auf
den Kings Canyon hat und auf dem Berg entlang fuehrt. Meine 2 Pussys wollten
mal wieder wenn nur den kurzen laufen. Nix da, wenn ich schon mal hier bin,
dann will ich mir das ganze von oben anschauen. Jammernd ueber den angegebenen
3-4 Stunden Fussmarsch ging es dann eigentlich gleich an den schlimmsten Teil:
der stufenartige lange und steile Aufstieg. Wieder ein mal waren sie mir dann
oben schliesslich dankbar, dass wir es doch gewagt haben. Der Ausblick hat sich
wirklich gewohnt und ich glaube, so langsam haben sie mich als Bestimmer
akzeptiert.
Mitten im schweren Gestein hatte es die schonesten Blumen
und Aiden, der Charmeur, ist extra hoch geklettert und hat eine fuer mich
gepflueckt!
Es war einfach total beeindruckend, was die Welt uber
Jahrmillionen geschaffen hat! Hier in dieser Hoehe war einst das Meer.
Kaum zu glauben, aber hier oben in der Hitze, gab es kleine
Oasen, naemlich „The Garden of Eden“.
Hier oeben hatten wir wirklich unsere Spass...
...und hatten keine Scheu vorm Klettern oder dem Abgrund.
Auch ein anderer Bewohner geniesst es hier.
Beeindruckt von den massiven Sandsteinplateaus ging es dann
in der Mittagshitze zurueck zum Auto.
Mittlerweile sahen Steves Gummibaerchen so aus:
Schon nach 5 Minuten sind die beiden voellig erschopeft
eingeschlafen. Aufgeschreckt sind sie dann, als ich fuer eine Horde Wildpferde
eine Vollbremsung einlegen musste, da sie auf ein mal aus dem Gebuesch
gesprungen sind. Schliesslich wollten wir einen kuerzeren Weg zurueck nehmen,
doch nach 150 Km endete einfach der Asphalt und ging in eine 4WD-Piste ueber.
Also umgedreht und alles wieder zurueck... Weit und breit war auch keine
Tankstelle in Sicht und mittlerweile hat das rote Licht aufgeleuchtet. Nach 50
Km dann endlich die Rettung. Auch wenn man es nicht gerade als Tanstelle
bezeichnen kann, es hatte eine Zapfsaeule. Diese war allerdings abgeschlossen.
Also sind wir zu dem kleinen Shop gelaufen und haben dort nachgefragt. „Neee
Benzin habe ich schon seit ein paar Monaten hier nicht mehr. Die naechste
Tankstelle ist erst in 55 Km“. Nicht im Ernst, dachten wir. Voellig verweifelt
bat er uns dann an, voraus zu fahren und uns im Notfall zur Tankstelle
abzuschleppen. Seeehr dankbar nahmen wir dieses Angebot an und haben es gerade
so alleine geschafft. Mittlerweile war die Nadel fast nicht mehr zu sehen.
Durch den Umweg haben wir viel Zeit verloren. Um 4 Uhr
musste wir das Auto zurueck geben. Es war schon kurz vor vier und wir noch
laengst nicht zurueck. Da wir wussten, dass wir es eh nicht mehr schaffen, war
auch noch Zeit fuer ein paar Fotos auf dem Rueckweg.
Um halb 6 waren wir dann endlich da. Das hundertste und
letzte Mal die Tuer grad gezogen und die Kaenguru-Blutspuren mit
Nagellackentferner beseitigt, wollten wir das Auto dann abgeben.
Es war jedoch niemand mehr da und so mussten wir das Auto
behalten und noch mal was drauf zahlen.
Am Abend konnte ich sie dann von ihrem Plan, runter nach Adelaide zu
fahren, abbringen und mit mir zurueck an die Ostkueste zu fahren. Ausserdem
haben wir abends im Internet gelesen, dass Mumford and Sons nach Townsville
kommen! Da mussten wir einfach dabei sein!! Eigentlich habe ich schon eine
Mitfahrgelegenheit gefunden, aber umso besser, dass ich noch mal mit ihnen
reisen kann. Auch, oder gerade weil so viel schief ging, hatten wir mega Spass
im Outback und definitiv viiiiel besser, als eine Bustour! Meinen Deal, den ich
mit ihnen machte: ich koche fuer sie, dafuer bekomme ich einene Gratislift. Sie
waren einverstanden – konnten wohl auch nicht mehr ohne mich ueberleben.
Spaeter haben wir bei einer carrelocation angerufen und haben einen Campervan
fuer in 2 Tagen bekommen J
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